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Anlässlich der Aussagen des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur zu seinem Einsatz für einen schnellen und vollständigen Atomausstieg erklärt Dr. Thomas Gambke, MdB, Bündnis90/Die Grünen und Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages:
Die Aussagen von Bischof Hanke sind sehr bemerkenswert. Sie zeigen, dass es innerhalb der katholischen Kirche immer mehr Kräfte gibt, die erkennen, dass Atomkraft mit dem Schöpfungsgedanken nicht in Einklang zu bringen ist. Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie, die weder umweltfreundlich noch beherrschbar ist. Die Union sollte schleunigst Abstand von ihren Laufzeitverlängerungsabsichten für marode Atommeiler nehmen, wenn sie dem Anspruch gerecht werden will, mit ihrer Politik christlichen Werten zu folgen. Dass Atomkraft alles andere als nachhaltig ist, versteht jeder, der nur eine Sekunde an die radioaktiven Abfälle denkt, die weiterhin eine tickende Zeitbombe darstellen. Ich bin zuversichtlich, dass die Bundesregierung nicht über die Menschenkette hinwegsehen kann, die sich am 24. April 2010 zwischen Brunsbüttel und Krümmel bilden wird.
Erfreut bin ich auch darüber, dass mittlerweile scheinbar ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber besteht, dass der Wachstums künftig anders definiert werden muss. Wir müssen davon abkommen, weiterhin das als Wachstum zuzulassen, was Lebensgrundlagen der Zukunft zerstört. Vielmehr müssen wir bei allen politischen und ökonomischen Entscheidungen den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent berücksichtigen.